Tagebuch Team-Reise 2018

An dieser Stelle werden wir wieder berichten, was unser Team auf unserer Reise vom 2. Dezember 2018 bis 2. Januar 2019 so alles erlebt hat, welche Aufgaben wir vor Ort hatten und wie Eure Spenden eingesetzt wurden. Wir wünschen Euch viel Spaß beim Lesen.

 

03. Januar 2019

Auch wenn unser Tagebuch eigentlich am 02. Januar endet, noch ein kleines Update zu Michael. Seit heute ist er im Sonrise Babies Home und wird von Auntie Peace versorgt.

 

02. Januar 2019

Am Flughafen in Entebbe angekommen, beginnt nun erst einmal das lange Warten, da unser Flug erst gegen 5 Uhr morgens startet. Auch in Istanbul erwartet uns wieder einiges an Wartezeit. Müde erreichen wir dann am späten Nachmittag endlich Düsseldorf. Erste große Freude, dass alle Koffer angekommen sind. Leider nicht immer der Standard bei der Airline, mit welcher wir gereist sind. Dann die nächste große Freude. Mario – einer unserer Team-Mitglieder – steht am Gate und empfängt uns mit zwei symbolischen Gläsern Bohnen. Nach vier Wochen überwiegend Reis mit Bohnen zum Essen müssen wir über diese Symbolik herzhaft lachen. Getrennt geht es dann für jeden von uns nach Hause. Viele Erinnerungen, schöne Momente, aber auch traurige Erlebnisse erfüllen uns, die nun erst einmal verarbeitet werden müssen.

 

 

01. Januar 2019

All unseren Lesern wünschen wir zunächst ein wunderschönes neues Jahr 2019 🙂

Am frühen Morgen fährt Gabi wie versprochen mit Daniel zurück nach Masese, um dort Anthony mit seiner Mutter zur Behandlung seines Ohrs im Krankenhaus abzuholen. Auf der Suche nach Anthony kommt uns eine Mutter mit ihrem Baby entgegen. Sie drückt das kleine Kind in Gabi’s Arme und fleht uns um Hilfe an. Schnell erkennen wir, dass das Baby vollkommen unterernährt ist. Außerdem weist uns die Mutter noch auf ein Geschwür im Genitalbereich hin. Wir beschließen, auch dieses Kind mit ins Krankenhaus zur Untersuchung mitzunehmen. Neben den Müttern der Beiden begleitet uns auch noch je ein Geschwisterkind.

Die Untersuchungen im Krankenhaus ergeben dann, dass der Körper von Anthony mit Parasiten übersät ist. Eine medikamentöse Behandlung reicht hier jedoch aus. Der Zustand des Baby’s Michael ist hingegen kritischer. Das Geschwür muss operativ entfernt werden. Für diesen Eingriff ist der einjährige Michael allerdings mit gerade mal knapp 5 kg viel zu schwach. Da seine Mutter ebenfalls unter Mangelernährung leidet, produziert sie keine nahrhafte Muttermilch. Wir beraten uns mit Damali, um die weiteren Schritte zu besprechen. Zunächst organisieren wir für Anthony und seine Mutter und Schwester ein Boda-Boda, welches sie zurück nach Masese bringen soll. Selbstverständlich mit allen zur Behandlung seines Parasiten-Befalls notwendigen Medikamente. Mit Michael, seiner Mutter Lucy und seinem Bruder Moses fahren wir dann ins Sonrise Babies Home.

Im Heim angekommen, baden wir Michael zunächst und kleiden ihn neu ein. Wir versuchen, ihm ein Fläschchen mit Milch zu geben. Er verweigert aber jegliche Flasche, da er bislang nur Muttermilch erhalten hat. Seine Mutter ist im Umgang mit der Flasche nicht geübt. Wir beraten uns mit der Mutter, wie wir weiter verfahren sollen. Michael muss dringend an Gewicht gewinnen, um die notwendige Operation zu überleben. Wir unterbreiten ihr den Vorschlag, dass Michael für einige Monate im Sonrise Babies Home aufgenommen wird. Sobald Auntie Peace von ihrem Urlaub zurückgekehrt ist, soll sie die Pflege von ihm übernehmen. Sie hat bereits vielen Kindern das Leben gerettet, welche in einem ähnlichen Zustand waren. Wir garantieren der Mutter, dass sie ihr Kind regelmäßig sehen kann und sie bezüglich Ernährung und Pflege geschult wird. Wir müssen allerdings auch die Genehmigung des Vaters hierzu einholen.

Wir fahren gemeinsam mit Catherine (Managerin des Babies Home) zunächst in die Stadt, um Nahrungsmittel für die Familie einzukaufen und anschließend zurück nach Masese. Catherine möchte sich ein Bild von der Unterbringung der Familie machen. Wir sind sehr erleichtert, als auch der Vater von Michael unserem Vorschlag zustimmt. Da das Sonrise Babies Home zur Zeit allerdings nicht über ausreichend finanzielle Mittel verfügt, werden wir von Peace’s Hope versuchen, mittels eines Sonderprojekts für Michael das erforderliche Geld zu sammeln. Wir hoffen sehr, dass wir ausreichend Unterstützter hierfür finden. Gabi zahlt die ersten Kosten aus eigener Tasche, da mit der Behandlung im Krankenhaus und dem Lebensmitteleinkauf alle vor Ort zur Verfügung stehenden Spenden aufgebraucht wurden. Wenn Ihr uns helfen wollt, Michael’s Leben zu retten, würden wir uns sehr darüber freuen. Jeder Cent hilft. Über den folgenden Link findet Ihr die Informationen zum Sonderprojekt für Michael:

Sonderprojekt für Michael

Am Nachmittag gehen wir ins Sonrise Babies Home. Jetzt steht auch hier der Abschied an. Schweren Herzens sagen wir allen Lebewohl. Um 20 Uhr werden wir dann von Richard abgeholt und zum Flughafen gefahren. Nun reisen auch die letzten drei des Teams wieder nach Hause.

 

31. Dezember 2018

Direkt nach dem Frühstück geht es wieder zum Großeinkauf in die Stadt. Wir wollen heute Nachmittag nach Masese. Einem Slumviertel am Stadtrand von Jinja, aus welchem viele der Mädchen des Mirembe Cottage stammen. Dank der vielen Spenden für den großen Topf können wir den Familien in Masese jede Menge Zucker, Reis, Salz, Öl, Seife, Tomaten, Zwiebeln, Fleisch, Tee, Brot, Butter, Getränke sowie einige vom Team gespendete Kleidung als Geschenk verpacken. Als wir am Nachmittag zusammen mit den Mädchen die Geschenke an die Familien übergeben, ist die Freude und Dankbarkeit riesengroß. Ein ganz großes Danke-schön an unsere Spender, die dies möglich gemacht haben.

Während unseres Rundgangs durch Masese fällt uns ein Junge auf, welcher ein vereitertes Ohr und einen geschwollenen Bauch aufweist. In Abstimmung mit der Mutter, möchten wir ihn im Krankenhaus untersuchen lassen. Gabi wird am Folgetag mit Daniel nach Masese zurückkehren, um die Mutter mit dem Jungen Anthony abzuholen. Peace’s Hope wird die Behandlungskosten hierfür übernehmen. Den Vater von Monday – einem Mädchen aus dem Mirembe Cottage – finden wir ebenfalls in keinem guten gesundheitlichen Zustand vor. Er hat große Schmerzen. Wir beschließen, ihm am Folgetage Medikamente vorbeizubringen.

Abends fahren wir zu den Mädchen ins Mirembe Cottage, um dort eine kleine Silvesterfeier mit ihnen zu verbringen. Gabi hat hierfür zuvor Kekse, Chips, Getränke und Popcorn gespendet. Ganz lieben Dank an ihre Familie und Freunde, die hierfür auf ihre Geschenke zum Geburtstag und zu Weihnachten verzichten. Noch vor Mitternacht geht es zurück ins Gästehaus. Zum Jahreswechsel können wir sogar ein wenig das Feuerwerk vom Haus aus sehen.

Wir wünschen all unseren Familien, Freunden und Bekannten alles Liebe und Gute für das neue Jahr 2019 und ganz lieben Dank auch an alle Unterstützer von Peace’s Hope e.V. Ohne Euch wäre all das nicht möglich.

 

30. Dezember 2018

Am Vormittag gehen wir ins Babies Home, um uns um die Kleinen zu kümmern, während die meisten Betreuer/innen in der Kirche sind. Es macht wahnsinnig viel Spaß, mit den Kindern zu spielen und zu kuscheln. Ein Besuch von drei Voluntärinnen aus Dänemark bringt noch eine süße Überraschung in Form von Wassermelone und Ananas mit sich. Die Freude ist groß über die süße und erfrischende Leckerei. Am späteren Vormittag kommen noch einige Kinder der Gemeinde ins Babies Home, um dem sonntäglichen Unterricht zu lauschen. Nach dem Mittagessen kehren wir ins Gästehaus zurück.

Am Nachmittag besuchen wir Lisa und die gerade erst einen Monat alte Lorielle. Lisa ist die Ehefrau von Daniel, dem Gründer des Mirembe Cottage und Lorielle ihr erstes gemeinsames Kind. Die Kleine lässt sich beim Wechsel von einem Arm zum anderen nicht aus der Ruhe bringen und wir sind alle fasziniert von ihrem süßen Anblick.

Nach dem Besuch steht etwas Abwechslung und Entspannung für uns an. Wir fahren mit Aisha an den Viktoria See und unternehmen eine Bootsfahrt. Zunächst legen wir an einem Fischerdorf an, bevor es dann zur Quelle des Nils geht. In Jinja entspringt der Nil dem Viktoria See und macht sich auf den langen Weg durch viele Länder Afrikas. Der Abend wird mit einem leckeren Abendessen im Sailing Club beendet. Ein wunderschöner Abschluss des Tages.

 

29. Dezember 2018

Heute fahren wir erneut nach Wakisi, um unser Versprechen gegenüber dem Bürgermeister einzulösen und eine zweite Sandflohentfernungsaktion durchzuführen. In der Kirche bauen wir die verschiedenen Stationen auf. An einer Seite werden die Köpfe gewaschen und mit einem Fungizid behandelt. An der anderen Seite die Füße gewaschen und anschließend Hände und Füße auf Sandflöhe untersucht. Fina steht Moni und Gabi bei der Entfernung der Parasiten und deren Eier wieder helfend zur Seite. Außerdem hilft uns auch noch Peace, welche aus dem Ort stammt. Als Belohnung erhält jedes Kind nach der Behandlung einen Lolli.

Zwei Kinder fallen uns in der Kirche besonders auf. Ein Junge, welcher eine offene Wunde am Ohr und eine Schwellung am Hals aufweist. Wir entscheiden uns dazu, Medikamente für die Behandlung einzukaufen. Ein Mädchen ist von extremen Wurmbefall betroffen. Dieser ist allerdings bei ihr so ausgeprägt, dass sie eine Behandlung im Krankenhaus benötigt. 

Während der Sandflohbehandlung der Kinder in der Kirche geht Sarah mit Mukasa und Silas von Haus zu Haus, um diese mit einem Pestizid auszusprühen gegen Sandflöhe, Zecken, Wanzen etc. Dort fällt ihnen ein weiteres Mädchen auf, welches apathisch auf dem Boden liegt. Auch hier ist eine Behandlung im Krankenhaus notwendig.

Nach Beendigung der Aktion fährt Gabi mit Aisha und den beiden Mädchen sowie deren Großmütter ins Krankenhaus, um diese untersuchen zu lassen. Der Wurmbefall bei Tracey bestätigt sich. Sie erhält einige Medikamente, um ihren kleinen Körper vollständig von den Parasiten zu befreien. Bei Patience bestätigt sich der Verdacht von Malaria, welche schon im weit fortgeschrittenen Stadium ist. Die Behandlung ist mehr als dringend notwendig. Auch für den Jungen erhalten wir nach Beschreibung seiner Symptome geeignete Medikamente. Peace’s Hope übernimmt sämtliche Behandlungskosten. Auch für die kommenden Tage, da Patience einige Tage intensiv behandelt werden muss. Wir hoffen sehr, dass die Kinder noch vor unserer Abreise genesen werden.

Am späten Nachmittag fahren wir dann mit Richard zu seiner Familie. Er lebt mit Miracle – seiner Frau – sowie Ethan – seinem einjährigen Sohn – in einem kleinen Haus unweit von Jinja entfernt. Sie haben rundherum einige Obstpflanzen gebaut, aus deren Früchte uns Miracle einen leckeren Saft gezaubert hat. Später ist noch eine Aufstockung des Gebäudes angedacht. Die Neugier treibt uns daher auf das Dach. Dort bietet sich uns ein wunderschöner Anblick bis hinunter auf den Victoria See. Ein traumhaftes Stückchen Erde.

Im Anschluss fahren wir noch zu Michaela, Richard’s dreijähriger Tochter, welche derzeit bei ihrer Tante lebt. Diese betreibt eine Nursery School, die Michaela auch ab Februar nächsten Jahres besuchen wird. Gemeinsam mit der Tante und Michaela fahren wir zum lokalen Markt. Moni möchte einigen Kindern des Sonrise Children’s Home neue Clogs kaufen. Schnell füllt sich ein dicker Sack bzw. eine Badewanne mit den Schuhen 😉 Ganz lieben Dank an Moni für diese liebe Geste.

 

28. Dezember 2018

Den Vormittag verbringen wir im Mirembe Cottage, wo die Mädchen fleißig jede Menge Danke-schön-Karten für unsere Unterstützer schreiben. Es ist ergreifend, mit wie viel Liebe die Mädchen die Karten formulieren.

Nach dem Mittagessen fangen die Mädchen an, zu wichteln. Hierfür mussten sie zuvor einen Namen ziehen und einen Teil ihres Geschenks dann für dieses Mädchen oder eine Betreuerin neu verpacken. Die Übergabe erfolgt mit großer Freude und viel Geschrei.

 

27. Dezember 2018

Einige aus dem Team wollen ihren letzten Tag in Uganda noch nutzen, um einige Souvenirs für Familie, Freunde und Bekannte einzukaufen. Wir fahren daher mit dem Taxi (ein Kleinbus für ca. 14 Personen oder auch mehr ;-)) in die Stadt zur Main Street. Der Einkauf macht uns hungrig, so dass Nadja uns zu Rolex und Chapati einlädt. Per Taxi und Boda-Boda geht es dann vollgepackt zurück zum Gästehaus.

Am Nachmittag besuchen wir noch die Baby’s, so dass Nadja und Isa sich von den Kleinen verabschieden können. Der Abschied fällt sichtlich schwer. Besonders Israel will Nadja einfach nicht gehen lassen und klammert sich weinend an sie. Nach dem letzten gemeinsamen Abendessen werden Nadja und Isa auch schon von Richard abgeholt. Nun heißt es auch für uns, von den Beiden Abschied zu nehmen. Die letzten Tage werden wir nun nur noch zu dritt hier sein.

 

26. Dezember 2018

Heute ist unser letzter Tag in Kamuli. Wir schreiben zunächst mit den Kindern die Danke-schön-Karten für die Spender der Weihnachtsgeschenke. Die Kinder haben großen Spaß dabei, mit Wassermalfarben ihre Handabdrücke auf die Karten zu pressen. Dann beginnt der große Abschied. Die Worte, Gesten und Gebete der Kinder und Betreuer/innen bewegen uns sehr. Auch die ein oder andere Träne fließt. Jedes Kind wird gedrückt und geherzt, bevor wir uns auf den Weg zurück nach Jinja machen. Den Nachmittag nutzen wir noch, um auch mit den Baby’s im Sonrise Babies Home die Danke-schön-karten fertigzustellen. Mit den Kleinsten der Sonrise Ministries verläuft allerdings alles etwas chaotischer 😉

 

25. Dezember 2018

Schon um 4 Uhr früh heißt es heute für uns alle aufstehen. Es müssen ca. 100 Pfannkuchen gebacken und 100 Würstchen frittiert werden für das Weihnachtsfrühstück der Kinder. Gegen 7 Uhr geht es dann ins Sonrise Children’s Home. Gemeinsam findet das Frühstück auf der Terrasse statt. Die Kinder sind schon ganz kribbelig vor lauter Aufregung. Nach dem Frühstück dürfen sie dann endlich ihre Stockings auspacken, welche mit vielen Leckereien gefüllt sind. Anschließend geht es für die Kinder zur Messe, während wir die Geschenke unter den Weihnachtsbaum legen.

Wir sehen uns dann zunächst wieder einige Weihnachtsfilme zusammen an. Am späten Nachmittag gibt es dann ein ganz besonderes Essen. Pommes, Reis, Chapati und Hähnchen. Dann geht es endlich an das große Geschenke auspacken. Die Freude bei den Kindern ist riesengroß. Sofort wird rege mit den neuen Spielsachen gespielt.

Auch hier ein ganz großes Danke-schön an alle unsere Spender, die so ein tolles Weihnachtsfest für die Kinder der Sonrise Ministries ermöglicht haben. Ihr habt den Kindern damit einen ganz besonderen Tag bereitet.

 

24. Dezember 2018

Den Heiligabend beginnen wir mit einem Spaziergang zu Mzee James. Ein älterer Herr, der etwas abgelegen in einem einfachen Haus lebt, welches von einem Team im Sommer diesen Jahres gebaut wurde. Zuvor lebte James in einer einfachen Lehmhütte, die vor dem Verfall stand. James hat leider keine Verwandten, die sich um ihn kümmern könnte. Er ist derzeit auch krank. Die Kinder von Sonrise kommen regelmäßig bei ihm vorbei, um seine Wäsche und das Geschirr zu waschen sowie das Haus und den Vorhof zu reinigen. Er hat leider nur sehr wenig zum Leben. Hauptsächlich erhält er Spenden von Sonrise. Seine Geschichte ergreift uns sehr, so dass wir uns spontan entschließen, James zu helfen und ihm ein ganz besonderes Weihnachtsfest zu bereiten. Gemeinsam mit einigen Mitarbeitern von Sonrise erstellen wir eine Liste mit den am dringendsten benötigten Dingen und fragen auch James, ob er irgendwelche besonderen Wünsche hat.

Im Anschluss fährt Gabi sofort mit Dennis und Catherine in die Stadt, um u.a. Seife, eine Solarlampe,ein Kopfkissen, Bettwäsche, Moskitonetz, Waschschüsseln, neue Kleidung, einen Kunzu (traditionelles Festkleid der Männer in Uganda) jede Menge Lebensmittel und Hygieneprodukte sowie zwei lebende Hühner einzukaufen. Außerdem auch noch Medizin, so dass er in Ruhe genesen kann. Als wir ihm die ganzen Sachen im Namen von Peace’s Hope übergeben, ist die Freude und Dankbarkeit riesengroß. Wir sind alle sehr ergriffen und nehmen uns vor, James in Zukunft weiter zu unterstützen. Ganz lieben Dank an all unsere Spender, die es uns ermöglichen, auch solchen Menschen zu helfen und ein ganz besonderes Weihnachtsfest zu bereiten.

Am Abend geht es dann zum Weihnachtssingen mit den Kindern. Hierzu warten wir bis zum Einbruch der Dunkelheit. Einige der Kinder bekommen Kerzen, andere leuchten den Weg mit Taschenlampen aus. Es macht sich bei uns allen ein weihnachtliches Gefühl breit, als wir von Nachbar zu Nachbar wandern und weihnachtliche Lieder singen. Nach dem Singen sehen wir uns einen Weihnachtsfilm mit den Kindern an. Hierzu gibt es heiße Schokolade und die von Sherry und uns selbst gebackenen Plätzchen. Was für ein schönes Ende eines ergreifenden Tages.

 

23. Dezember 2018

Wir fahren zunächst zur sonntäglichen Messe. Die Kinder bekommen während der Messe jeweils noch ein wenig Sonntagsunterricht in einem separaten Raum. Daher teilen wir das Team auf. Nach der Messe sind wir wieder in unterschiedlichen Wohnhäusern der Kinder zum Mittagessen eingeladen.

Im Anschluss geht es zur Küche der Schule, wo wir für die am Nachmittag stattfindende Gemeindefeier Popcorn für die Kinder zubereiten. Die Popcorntüten werden dann noch zusammen mit Lutschern, Keksen, Getränken, Snacks, Bleistiften, Kugelschreibern und Heften in eine Tüte gepackt. Der Platz vor der Schule füllt sich während unserer Packaktion rapide. Endlich können wir die Tüten an die Kinder der Gemeinde austeilen. Die Freude ist riesig, da dies die erste Aktion dieser Art in Kamuli ist. Leider müssen wir feststellen, dass die Anzahl der Tüten bei weitem nicht reicht. Auf die Schnelle organisieren wir noch weitere Geschenke. Kein Kind soll ohne ein Geschenk nach Hause gehen.

Sarah hat noch eine besondere Überraschung für die Kinder. Sie hat drei Schaukeln gekauft. Zwei davon werden in unmittelbarer Nähe der Wohnhäuser angebracht, die dritte in der Nähe der Schule. Die Kinder können gar nicht genug davon bekommen.

Ein Tag voller Freude neigt sich dem Ende zu. Auf unserem Heimweg sehen wir viele Kinder mit den von uns gepackten Tüten, die uns voller Freude zuwinken.

 

22. Dezember 2018

Heute dürfen wir für die Kinder Plätzchen backen. Hierfür gehen wir in Melissa & Ivan’s Haus und backen von morgens bis zum späten Nachmittag leckere Plätzchen. Neben Zimt- und Erdnussbutterplätzchen gibt es auch noch Brownies. Natürlich müssen einige der Plätzchen erst durch unsere Qualitätskontrolle. Heute ist Naschen erlaubt 😉 Mit dem Boda-Boda geht es dann am Abend zurück zum Gästehaus.

 

21. Dezember 2018

Nach einem leckeren Frühstück fahren wir ins Sonrise Children’s Home. In der Schule findet noch ein Meeting statt, so dass wir die Zeit nutzen können, um mit den Kindern zu spielen. Schnell haben die Kinder jemand Neues gefunden, die den Part des Uncle Boda-Boda von Mario übernimmt. Moni übernimmt diese Aufgabe gerne.

Als das Meeting vorbei ist, gehen wir zur Schule. Dort findet ein Fußballmatch statt. Team Ivan gegen Team Melissa. Die Lehrer/innen der Schule sorgen mit Wasserduschen für etwas Abkühlung für die Spieler während des Match. Es bleibt aber nicht nur bei den Spielern, auch viele andere bekommen eine kalte Dusche ab. So auch wir. Team Melissa gewinnt deutlich.

Nach dem Match findet die Übergabe der von uns gepackten Weihnachtsgeschenke an die Mitarbeiter/innen der Sonrise Ministries in Kamuli statt. Die Freude ist groß über die gut gefüllten Tüten. Die Feier endet mit viel Tanz und jeder Menge Freude.

 

20. Dezember 2018

Am Vormittag fahren wir mit den gepackten Weihnachtsgeschenken ins Babies Home. Schon bei unserer Ankunft werden wir mit großer Freude begrüßt. Als die so hart arbeitenden Betreuer/innen hören, dass heute sogar jeder gleich drei Tüten voll mit Weihnachtsgeschenken erhält, kennt der Jubel keine Grenze mehr. Die Entgegennahme der Geschenke wird mit jeder Menge freudigem Applaus begleitet. Abschließend überreichen wir noch die am Tag zuvor eingekauften Medikamente.

Damali ruft anschließend zu einem Tanzwettbewerb auf, welcher aufgrund des inzwischen einsetzenden Regens im Haus stattfindet. Die Gewinnerin soll 50.000 UGX als zusätzliches Weihnachtsgeld erhalten. Auch wir müssen mitmachen. Wir schlagen uns mehr oder weniger gut, aber so wirklich bekommt keiner von uns diesen afrikanischen Hüftschwung hin. Am Ende gewinnt Christine verdientermaßen.

Gegen Mittag fahren wir zurück ins Gästehaus, um unsere Sachen für die nächsten Tage zu packen. Wir fahren Abends wieder nach Kamuli und bleiben dort bis zum 26. Dezember. Bitte habt Nachsicht mit uns, sofern das Tagebuch hier somit erst einmal wieder stockt. Es ist sehr gut möglich, dass wir dort wieder kein Internet haben werden.

 

19. Dezember 2018

Am Morgen fahren wir zunächst ins Mirembe Cottage, um den dortigen Betreuern/Betreuerinnen ihre Weihnachtsgeschenke zu überreichen. Die Überraschung ist groß, dass wir jedem gleich drei Tüten in die Hand drücken können.

Anschließend fahren wir in ein Dorf in der Nähe von Wakikoola. Wir möchten dort bei den Kindern die Sandflöhe in den Füßen und Händen entfernen sowie den Kopf von Würmern und anderem Ungeziefer befreien. Außerdem sollen einige Wohnhäuser mit Pestiziden besprüht werden, um auch dort das Ungeziefer zu entfernen. So ist die Behandlung wesentlich nachhaltiger. Das Team teilt sich in verschiedene Arbeitsgruppen auf. Einige waschen die Haare, andere helfen bei der Entfernung der Sandflöhe, cremen die Köpfe mit Fungizidsalbe ein, verteilen Lutscher zum Trost oder helfen beim Sprühen in den Häusern.

Der Bürgermeister des Dorfes spricht uns während der Aktion an, dass der Bedarf in dem Ort um ein vielfaches höher liegt. Er bittet uns, an einem anderen Tag noch einmal wiederzukommen und eine ähnliche Behandlung im größeren Umfang durchzuführen. Wir versprechen, nach Weihnachten noch einmal wiederzukommen.

Nach dem Mittagessen teilt sich das Team wieder auf. Sarah hat sich bereit erklärt, den Reis und den Zucker weiter für die Geschenke der Betreuer/innen einzuteilen, Gabi fährt mit Richard in die Stadt, um Medikamente für alle drei Heime sowie die zweite Sandflohentfernungsaktion zu kaufen und der Rest geht ein wenig Souvenirs shoppen. Bei einigen steht die Abreise schon kurz bevor.

Der restliche Tag wird wieder fleißig weiter an den Geschenken der Betreuer/innen gepackt, bis am Abend endlich alles fertiggestellt ist. Danach helfen alle dabei, Karten für die Kinder zu schreiben, für welche uns keine vorliegen. Das Team hat heute wieder großartige Arbeit geleistet.

 

18. Dezember 2018

Als wir heute im Babies Home angekommen sind, wurden wir mit einem Tanz der Betreuerinnen und lautem Trommeln begrüßt. Wir haben von einem Teil der Spenden aus dem Projekt „dringender Bedarf“ eine größere Menge dringend benötigter Windeln eingekauft. Mit dem Tanz möchte man sich bei uns von ganzem Herzen bedanken.

Im Anschluss teilt sich das Team in zwei Gruppen auf. Heidi, Moni, Nadja und Sarah machen mit den Baby’s einen Ausflug zum Nil. Isa und Gabi fahren in die Stadt und kaufen für die Betreuer und Betreuerinnen die Weihnachtsgeschenke ein. In diesem Jahr können wir für die erheblich angewachsene Anzahl Dank der zahlreichen Spenden Reis, Zucker, Salz, Öl, Seife, Creme, Streichhölzer, Tee und Gewürze einkaufen. Bis in den späten Abend packt das Team unermüdlich jeweils drei Taschen voll mit diesen wundervollen Sachen pro Betreuer/in. Ganz lieben Dank an all die lieben Spender, die dies ermöglicht haben und ganz lieben Dank an das Team, welches so fleißig mit angepackt hat.

 

17. Dezember 2018

Endlich sehen wir die Mädchen vom Mirembe Cottage wieder. Zunächst wird den neu angereisten Team-Mitgliedern das gesamte Projekt gezeigt und erläutert. Danach helfen wir bei der Fertigstellung der gezeichneten Karten. Es macht viel Freude, mit den bunten Farben zu arbeiten.

Nach dem Mittagessen dürfen auch Isa, Moni und Nadja sich ihre individuellen Armbänder, Ketten oder Ohrringe aus den für Uganda bekannten Paper Beads zusammenstellen.

Der Tag wird mit dem typischen Snack in Uganda beendet, einer Rolex. Dies ist eine Art dicker Pfannkuchen (Chapatti), darauf ein Omelett mit Paprika, Zwiebeln und Tomaten. Dies wird dann zusammengerollt. Man könnte dies als Fast-Food hier bezeichnen. Es ist aber sehr lecker und alle freuen sich darüber.

 

16. Dezember 2018

Heute dürfen wir etwas länger schlafen. Nach dem Frühstück gehen wir ins Babies Home, um die Kleinen zur Messe in unmittelbarer Nähe zu begleiten. Die meisten der Kleinen schlafen zum Ende hin in unseren Armen ein. Nach der Kirche essen wir noch gemeinsam im Babies Home zu Mittag.

Nach einer kleinen Pause geht es dann zur Farm des Babies Home. Dort müssen wir das Futtermittel für die Kühe zerkleinern und in Säcke abpacken. Eine mühsame und staubige Arbeit, welche die Farmer jeden Tag leisten müssen. Sarah und Nadja dürfen sich dann noch im Melken üben. Auch die Kleinen kommen uns noch auf der Farm besuchen und haben jede Menge Spaß dabei. Nach einer erfrischenden Dusche und einem leckeren Abendessen fallen wir müde ins Bett.

 

15. Dezember 2018

Heute sind wir im Babies Home. Jedes Team-Mitglied wird einer anderen Betreuerin zugeteilt, um das entsprechende Zimmer der betreuten Kinder aufzuräumen und zu säubern. Ein Team-Mitglied hilft bei den Schnibbelarbeiten in der Küche.

Dann werden bis auf die kleinsten Baby’s alle Kinder samt Team in zwei Auto’s gepackt und wir fahren nach Jinja zu einer Art Kirmes. Ein aufregendes Erlebnis für die Kinder. In einem nahegelegenen Restaurant gibt es dann noch einen Snack und kalte Getränke für die Großen und Kleinen, verbunden mit jeder Menge spielen. Nach dem so seltenen Ausflug für die Baby’s legen wir die müden Kinder in ihre Bettchen. Den späten Nachmittag nutzen wir zum sortieren und beschriften der Weihnachtsgeschenke für die Baby’s und die Betreuer/innen sowie deren Kinder.

 

14. Dezember 2018

Wir verabschieden uns vom Murchison Falls National Park und machen uns auf den Weg zum Ziwa Rhino Sanctuary. Dort werden wir damit überrascht, dass wir die Nashörner in diesem Park tatsächlich zu Fuß suchen werden. Wir sind alle sehr aufgeregt, als wir die erste Entdeckung machen. Ein Nashornweibchen mit seinem Nachwuchs. Wir können aus unmittelbarer Nähe beobachten, wie das kleine Nashorn gesäugt wird. Ein unglaublich friedlicher Anblick. Wir suchen nach weiteren Nashörnern und finden eine kleine Gruppe von fünf Tieren. Da es sehr heiß ist, liegen diese schlafend im Schatten. Wir dürfen uns bis auf wenige Meter nähern. Ein unglaubliches Erlebnis. Damit haben wir in den drei Tagen sogar tatsächlich die Big Five gesehen.

Danach fahren wir Richtung Entebbe, um unser letztes Team-Mitglied im Hotel abzuholen und gleichzeitig müssen wir den ersten beiden Team-Mitgliedern auf Wiedersehen sagen. Das kleine Zeitfenster, an dem das Team vollzählig in Uganda vor Ort ist, wird für ein gemeinsames Team-Foto genutzt. Nach dem Abschied von Nina und Mario machen wir uns durch den Berufsverkehr wieder auf in Richtung Jinja.

 

13. Dezember 2018

Am frühen Morgen geht es dann auch schon auf die zweite Pirschfahrt. Wir können unser Glück kaum fassen, als wir nun schon unseren dritten Leoparden entdecken. Die Löwen verstecken sich etwas im Gebüsch. Auch viele andere Tiere sind wieder zu sehen. Am Nachmittag fahren wir mit einem Schiff Richtung Wasserfälle und entdecken neben Krokodilen und jeder Menge Flusspferde auch eine Vielzahl an wunderschönen Vögeln. In der Nähe der Wasserfälle steigen wir aus und wandern bis zum Gipfel. Der Ausblick von hier ist atemberaubend. Man könnte stundenlang der wahnsinnigen Kraft des Wassers zusehen, doch wir müssen wieder vor Einbruch der Dunkelheit ins Camp zurück.

 

12. Dezember 2018

Wir fahren in aller Frühe Richtung Kampala, um zunächst zwei weitere Team-Mitglieder abzuholen. Erster großer Schreck, die zwei sind ohne ihre Koffer angekommen. Zum Glück haben sie das Wichtigste für die Safari in ihr Handgepäck gepackt. So machen wir uns weiter auf in Richtung Murchison Falls National Park, welchen wir am Nachmittag erreichen. Sobald wir unsere Zimmer bezogen haben, geht es auch schon auf die erste Pirschfahrt. Neben einer Vielzahl an Affen, Antilopen, Büffeln, Giraffen, Elefanten und vielen anderen Tieren haben wir das sehr seltene Glück, gleich zwei Leoparden zu entdecken. Bevor die Dunkelheit anbricht, nehmen wir die Fähre zurück zu unserer Lodge. Während des Abendessens bekommen wir im Camp Besuch von einigen Flusspferden, zu denen wir respektvollen Abstand halten. Ein Tag voller schöner Naturbilder neigt sich dem Ende zu.

 

11. Dezember 2018

Nach einem kurzen Besuch im Hospital fahren wir wieder zu den Kindern. Dort werden wir freudig begrüßt mit der Ankündigung, dass wir heute für alle kochen dürfen. Jeder wieder in einem anderen Haus. So teilen wir uns auf und kochen im jeweiligen Haus die uns nun schon so bekannten Bohnen, Reis und Chapati. Chapati ist ein pfannkuchenähnlicher Teig, welcher zusätzlich mit wahlweise Möhren, Paprika, Zwiebeln, Knoblauch oder Limette angereichert wird. In den wenigen Tagen in Uganda haben wir Chapati schon lieben gelernt.

Nach dem Mittagessen heißt es für einen Teil des Teams Abschied nehmen. Wir fahren heute zurück nach Jinja, da wir morgen auf eine dreitägige Safari gehen. Nina und Mario werden direkt nach der Safari heimkehren und Heidi wird noch vor unserem nächsten Aufenthalt in Kamuli abreisen. Brenda überrascht uns mit einer kleinen Abschiedsfeier für die drei. Es geht sehr emotional zu, als die Kinder und Betreuer/innen sich in persönlichen Worten von den dreien verabschieden. Es fällt allen sichtlich schwer. Gerührt und voller Emotionen fahren wir zurück nach Jinja, wo wir schon gleich wieder packen müssen für die Safari. Da es heute nur geregnet hat, frieren einige von uns zum ersten mal ein wenig. Wohlgemerkt bei immer noch 23°C.

Bitte habt Verständnis für uns, falls das Tagebuch erst nach den drei Tagen weiter fortgeführt wird, da wir voraussichtlich während der Safari wieder kein Internet haben werden. Selbstverständlich holen wir alles nach.

 

10. Dezember 2018

Wir haben heute einen Teil der Weihnachtsgeschenke dabei und zwar die dringend benötigten Speisen und Hygieneartikel. Auch einige Spenden aus Deutschland sind dabei, die wir mit den Koffern hierher transportiert haben. Die Kinder schauen gespannt zu, was wir alles aus den Kartons packen. Die Artikel werden gleichmäßig auf alle sechs Häuser aufgeteilt. Die Freude über die einfachen Haushaltsartikel ist sehr groß, da diese hier einen ganz anderen Stellenwert haben. Die Kleidung wird sofort anprobiert. Als Dankeschön singt man für uns und tanzt ein wenig.

Anschließend gehen wir zum Ziegengehege. Heute sollen wir gemeinsam die Ziegen auf die Weide im Sumpf treiben. Keine einfache Arbeit, da die Ziegen in alle Richtungen laufen, aber nicht in die, in die sie sollen. Mit den vielen Kindern an der Hand, dem ständigen Steckenbleiben im Sumpf und den warmen Temperaturen eine anstrengende Arbeit. Die Mittagpause danach ist mehr als dringend notwendig.

Nach dem Mittagessen spielen wir zunächst mit den Kindern. Danach gehen wir über einige Felder bis zu einer Wiese, wo wir ein spezielles Futter für die Schweine einsammeln. Eine Grünpflanze, die ein milchähnliches Extrakt enthält. Mit den vollen Säcken geht es dann zum Schweinestall, wo wir die Schweine mit dem frisch eingesammelten Gras füttern. Die Schweine freuen sich sehr über die Abwechslung.

Danach fahren wir müde, aber voller schöner Erinnerungen zurück ins Gästehaus.

 

09. Dezember 2018

Gleich nach dem Frühstück fahren wir zu den Kindern des Sonrise Children’s Home. Mario wird begeistert mit Oncle Boda-Boda begrüßt. Die Kinder erinnern sich an das Motorradspiel am Mittwoch. Ein Boda-Boda ist in Uganda das typische Transportmittel. Ein Motorrad mit etwas längerer Sitzbank, so dass viele Personen gleichzeitig Platz darauf haben.

Gemeinsam gehen wir zur Messe im Primary School Block. Es wird viel gesungen, gebetet und getanzt. Nach ungefähr der Hälfte der Messe müssen die Kinder zum Sonntagsunterricht. Anschließend gehen wir zurück zu den Wohnhäusern. Ein jeder von uns ist in einem anderen Haus zum Mittagessen eingeladen.

Nach dem Mittagessen führen uns Alice – die Schulleiterin – und Fiona – Lehrerin der Nursery Klasse – über das Gelände der Sonrise Ministries. Sie zeigen uns das Farmland, den Schweinestall, das Ziegengehege und ganz wichtig den Neubau der Nursery School. Gemeinsam tanzen und beten wir für das neue Gebäude und hoffen sehr, dass wir weitere Sponsoren zur Fertigstellung gewinnen können.

Am Nachmittag spielen wir mit den Kindern, bis wir uns für den heutigen Tag verabschieden müssen. Vor dem Abendessen zeigen Alice und Fiona dem Team, wie man in Uganda tanzt und die für hier bekannten Hüftbewegungen hinbekommt. Der Tag wird mit einem leckeren Abendessen gekrönt, bevor wir alle müde ins Bett fallen.

 

08. Dezember 2018

Am heutigen Tag machen wir zunächst einen Spaziergang durch ein typisches ugandisches Dorf auf dem Weg zum Babies Home. So lebt der überwiegende Teil der Bevölkerung in diesem Land. In einfachen Lehmhütten, die häufig eine separate Küche außerhalb haben. Küche bedeutet hier ein einfacher Kohleofen.

Im Babies Home werden wir gebeten, beim Bau eines kleinen Stalls für die Milchkühe und tragenden Kühe zu helfen. Zunächst wird der Untergrund von Plastik gereinigt, anschließend geebnet. Dann bohren wir Löcher für die Holzbalken, welche zuvor zugesägt wurden, die für den Zaun die Halterung sind. Wir schlagen Nägel in die Holzbalken, stellen diese in die Löcher und füllen sie mit Beton auf. Die Arbeit ist bei diesen Temperaturen sehr ermüdend. Am Ende sind wir alle ziemlich verschmutzt. Von Mzungu (Weiße) ist nur noch wenig zu sehen.

Nach einer erfrischenden Dusche geht es nach Kamuli, wo wir die nächsten Tage verbringen werden. Bitte verzeiht, wenn das Tagebuch hier kurzzeitig nicht fortgeführt wird, da wir in Kamuli voraussichtlich kein Internet haben. Wir holen aber selbstverständlich alles nach.

 

07. Dezember 2018

Heute sind wir den Vormittag über wieder bei den Mädchen und lernen die weiteren Schritte bei der Herstellung der gemalten Karten. Auch dürfen wir uns weitere individuelle Ketten, Armbänder und Ohrringe aus den Papierperlen zusammenstellen. Mario hilft derweil in der Küche. Er will unbedingt das Rezept für die Bohnen haben.

Am Nachmittag fahren wir ins Zentrum von Jinja. Alle sind begeistert von der Vielfalt an Obst, Gemüse, Gewürzen, Fleisch und Fisch auf dem Central Market. Da gerade Saison für Heuschrecken ist, durfte natürlich der Snack für unterwegs nicht fehlen….gegrillte Heuschrecken frisch vom Markt. Auch das obligatorische Souvenir-Shopping musste natürlich sein. Am Abend gab es dann typisches Street-Food aus Uganda. Rolex. Ein leicht gesalzener dicker Pfannekuchen – hier Chapati genannt – darauf ein Omelett mit Tomaten, Zwiebeln und Paprika. Beides wird dann zusammengerollt. Lecker  😛 

 

06. Dezember 2018

Heute besuchen wir die Mädchen das erste mal in ihrem neuen Heim in Wakikoola. Wir sind begeistert, wie schön der Neubau des Wohnhauses geworden ist und dass auch schon das zweite Stockwerk bezogen werden konnte. Die angrenzende Schule wird zwischenzeitlich von mehr als 340 Schülern besucht. Auch ein Essplatz steht direkt vor dem Küchengebäude zur Verfügung. Aufgrund der ungeplant höheren Anzahl an Schülern wird das als Nähzimmer geplante Gebäude aktuell ebenfalls als Klassenzimmer genutzt. Sogar ein Spielplatz für die Schüler der Nursery School steht zur Verfügung.

Nach dem Rundgang zeigen uns Daniel und Amos, wie man die gemalten Karten herstellt. Wir dürfen uns selbst künstlerisch betätigen. Mario lässt es sich nicht nehmen und hilft bei der finalen Zubereitung der von ihm inzwischen so heißgeliebten Bohnen zu unterstützen. Anschließend helfen er und Gabi bei der Verteilung des Essens an alle Mädchen und den Betreuern/innen.

Am Nachmittag bekommen wir noch eine Erklärung, wie man die für Uganda bekannten Paper Beads (Papierperlen) herstellt. Jeder darf sich sein individuelles Armband, Kette oder Ohrringe in Gemeinschaftsarbeit mit den Kindern zusammenstellen. 

 

05. Dezember 2018

Wir wurden als Ehrengäste zum Open-Speech-Day nach Kamuli eingeladen. Zunächst zeigen wir dem Team die neuen Wohnhäuser der Kinder. Da die Vorbereitungen der Feierlichkeiten noch laufen, dürfen wir zunächst nicht zur Schule. Daher spielen wir mit den Kindern. Besonderen Spaß haben die Kinder daran, die langen Beine von Mario als Rutsche zu benutzen.

Nach fast zwei Stunden werden wir mit dem Auto zur Schule gefahren, wo wir bereits von der Schulleiterin, einer Tanzgruppe und vielen Gästen erwartet werden. Wir folgen der Tanzgruppe bis vor die Schule. Die Leiterin der Schule hält eine kurze Ansprache und überrascht uns mit der Ankündigung, dass wir heute die Schule ganz offiziell eröffnen dürfen, obwohl die Schule bereits im Februar 2018 gestartet ist. Gemeinsam schneiden wir das Band nach einem kleinen Countdown durch. Wir fühlen uns alle sehr geehrt.

Doch die nächste Überraschung lässt nicht lange auf sich warten. Am Eingangsbereich der Schule befindet sich ein Schild, welches verdeckt wurde. Wir werden gebeten, dieses Schild aufzudecken. Als wir realisieren, was dort steht, sind wir alle tief gerührt und uns stehen die Tränen in den Augen. Dort wird Henkel und Peace’s Hope e.V. als Sponsor für die Schule genannt.

Nach einem kleinen Rundgang durch die Schule werden wir zum Festplatz geführt. Da wir die Ehrengäste sind, müssen wir auf uns auf die Ehrenplätze setzen. Es wird ein wunderschönes Programm mit einer bunten Mischung aus Tanz, Gesang und Reden aufgeführt. Selbstverständlich müssen auch wir mittanzen und ein paar Worte an die Gäste richten.

Eine weitere Ehre wird uns zuteil, als wir gebeten werden, den Absolventen des 1. Schuljahres das Abschlusszertifikat zu überreichen. Die Feier endet mit einem leckeren Essen, bevor wir uns wieder auf den Weg Richtung Jinja gemacht haben.

 

04. Dezember 2018

Heute dürfen wir erst einmal ausschlafen. Dann sortieren wir die Spendenkoffer. Nach dem Mittagessen gehen wir ins Sonrise Babies Home. Die Wiedersehensfreude ist groß, auch wenn die meisten Baby’s noch schlafen. Auntie Peace freut sich sehr über das T-Shirt mit ihrem Bild. So nach und nach wachen die Kleinen auf und der Raum füllt sich immer mehr. Es macht allen viel Spaß mit den Baby’s zu spielen. Damali gibt uns Farben, mit denen wir die Gesichter der Kleinen bemalen. Natürlich bleibt es nicht nur bei den Kindern. Ein schöner erster Tag neigt sich dem Ende zu mit einem leckeren Abendessen.

 

03. Dezember 2018

In den frühen Morgenstunden und mit einer Stunde Verspätung landen wir in Entebbe. Nach der Erfahrung vom letzten Jahr beginnt erst einmal das große Bangen, ob alle Koffer das Ziel ebenfalls erreicht haben. Große Erleichterung, als alle Koffer vor uns stehen. Wir fahren vom Flughafen zunächst ins Hotel Sunset Entebbe, um Heidi abzuholen. Nun ist das Team für die ersten Tage komplett.

Vom Hotel geht es direkt nach Kampala, wo wir nach einem kräftigenden Frühstück mit dem Einkauf der Weihnachtsgeschenke für die 151 Kinder der Sonrise Ministries und Betreuer/innen beginnen. Wir kaufen jede Menge Geschenke, Lebensmittel, Hygieneartikel und dringend benötigte Haushaltsgegenstände ein. Am Abend quälen wir uns dann stundenlang durch den Feierabendverkehr Kampala’s Richtung Jinja. Erst nach Mitternacht kommen wir am Gästehaus an. Nach mehr als 40 Stunden ohne Schlaf fallen wir übermüdet ins Bett.

 

2. Dezember 2018

Endlich geht es los  🙂 Nach langer Vorbereitungszeit machen sich fünf von uns auf den Weg nach Uganda. Heidi fliegt von Paris sowie Mario, Nina, Sarah und Gabi von Düsseldorf aus. Heidi erreicht Entebbe noch am gleichen Abend und verbringt eine Nacht im Hotel. Die anderen vier haben einen Nachtflug vor sich. Bis auf ein wenig Verspätung in Istanbul verläuft alles glatt.