Tagebuch Team-Reise 2018

 

An dieser Stelle werden wir wieder berichten, was unser Team auf unserer Reise vom 2. Dezember 2018 bis 2. Januar 2019 so alles erlebt hat, welche Aufgaben wir vor Ort hatten und wie Eure Spenden eingesetzt wurden. Wir wünschen Euch viel Spaß beim Lesen.

 

11. Dezember 2018

Nach einem kurzen Besuch im Hospital fahren wir wieder zu den Kindern. Dort werden wir freudig begrüßt mit der Ankündigung, dass wir heute für alle kochen dürfen. Jeder wieder in einem anderen Haus. So teilen wir uns auf und kochen im jeweiligen Haus die uns nun schon so bekannten Bohnen, Reis und Chapati. Chapati ist ein pfannkuchenähnlicher Teig, welcher zusätzlich mit wahlweise Möhren, Paprika, Zwiebeln, Knoblauch oder Limette angereichert wird. In den wenigen Tagen in Uganda haben wir Chapati schon lieben gelernt.

Nach dem Mittagessen heißt es für einen Teil des Teams Abschied nehmen. Wir fahren heute zurück nach Jinja, da wir morgen auf eine dreitägige Safari gehen. Nina und Mario werden direkt nach der Safari heimkehren und Heidi wird noch vor unserem nächsten Aufenthalt in Kamuli abreisen. Brenda überrascht uns mit einer kleinen Abschiedsfeier für die drei. Es geht sehr emotional zu, als die Kinder und Betreuer/innen sich in persönlichen Worten von den dreien verabschieden. Es fällt allen sichtlich schwer. Gerührt und voller Emotionen fahren wir zurück nach Jinja, wo wir schon gleich wieder packen müssen für die Safari. Da es heute nur geregnet hat, frieren einige von uns zum ersten mal ein wenig. Wohlgemerkt bei immer noch 23°C.

Bitte habt Verständnis für uns, falls das Tagebuch erst nach den drei Tagen weiter fortgeführt wird, da wir voraussichtlich während der Safari wieder kein Internet haben werden. Selbstverständlich holen wir alles nach.

 

10. Dezember 2018

Wir haben heute einen Teil der Weihnachtsgeschenke dabei und zwar die dringend benötigten Speisen und Hygieneartikel. Auch einige Spenden aus Deutschland sind dabei, die wir mit den Koffern hierher transportiert haben. Die Kinder schauen gespannt zu, was wir alles aus den Kartons packen. Die Artikel werden gleichmäßig auf alle sechs Häuser aufgeteilt. Die Freude über die einfachen Haushaltsartikel ist sehr groß, da diese hier einen ganz anderen Stellenwert haben. Die Kleidung wird sofort anprobiert. Als Dankeschön singt man für uns und tanzt ein wenig.

Anschließend gehen wir zum Ziegengehege. Heute sollen wir gemeinsam die Ziegen auf die Weide im Sumpf treiben. Keine einfache Arbeit, da die Ziegen in alle Richtungen laufen, aber nicht in die, in die sie sollen. Mit den vielen Kindern an der Hand, dem ständigen Steckenbleiben im Sumpf und den warmen Temperaturen eine anstrengende Arbeit. Die Mittagpause danach ist mehr als dringend notwendig.

Nach dem Mittagessen spielen wir zunächst mit den Kindern. Danach gehen wir über einige Felder bis zu einer Wiese, wo wir ein spezielles Futter für die Schweine einsammeln. Eine Grünpflanze, die ein milchähnliches Extrakt enthält. Mit den vollen Säcken geht es dann zum Schweinestall, wo wir die Schweine mit dem frisch eingesammelten Gras füttern. Die Schweine freuen sich sehr über die Abwechslung.

Danach fahren wir müde, aber voller schöner Erinnerungen zurück ins Gästehaus.

 

09. Dezember 2018

Gleich nach dem Frühstück fahren wir zu den Kindern des Sonrise Children’s Home. Mario wird begeistert mit Oncle Boda-Boda begrüßt. Die Kinder erinnern sich an das Motorradspiel am Mittwoch. Ein Boda-Boda ist in Uganda das typische Transportmittel. Ein Motorrad mit etwas längerer Sitzbank, so dass viele Personen gleichzeitig Platz darauf haben.

Gemeinsam gehen wir zur Messe im Primary School Block. Es wird viel gesungen, gebetet und getanzt. Nach ungefähr der Hälfte der Messe müssen die Kinder zum Sonntagsunterricht. Anschließend gehen wir zurück zu den Wohnhäusern. Ein jeder von uns ist in einem anderen Haus zum Mittagessen eingeladen.

Nach dem Mittagessen führen uns Alice – die Schulleiterin – und Fiona – Lehrerin der Nursery Klasse – über das Gelände der Sonrise Ministries. Sie zeigen uns das Farmland, den Schweinestall, das Ziegengehege und ganz wichtig den Neubau der Nursery School. Gemeinsam tanzen und beten wir für das neue Gebäude und hoffen sehr, dass wir weitere Sponsoren zur Fertigstellung gewinnen können.

Am Nachmittag spielen wir mit den Kindern, bis wir uns für den heutigen Tag verabschieden müssen. Vor dem Abendessen zeigen Alice und Fiona dem Team, wie man in Uganda tanzt und die für hier bekannten Hüftbewegungen hinbekommt. Der Tag wird mit einem leckeren Abendessen gekrönt, bevor wir alle müde ins Bett fallen.

 

08. Dezember 2018

Am heutigen Tag machen wir zunächst einen Spaziergang durch ein typisches ugandisches Dorf auf dem Weg zum Babies Home. So lebt der überwiegende Teil der Bevölkerung in diesem Land. In einfachen Lehmhütten, die häufig eine separate Küche außerhalb haben. Küche bedeutet hier ein einfacher Kohleofen.

Im Babies Home werden wir gebeten, beim Bau eines kleinen Stalls für die Milchkühe und tragenden Kühe zu helfen. Zunächst wird der Untergrund von Plastik gereinigt, anschließend geebnet. Dann bohren wir Löcher für die Holzbalken, welche zuvor zugesägt wurden, die für den Zaun die Halterung sind. Wir schlagen Nägel in die Holzbalken, stellen diese in die Löcher und füllen sie mit Beton auf. Die Arbeit ist bei diesen Temperaturen sehr ermüdend. Am Ende sind wir alle ziemlich verschmutzt. Von Mzungu (Weiße) ist nur noch wenig zu sehen.

Nach einer erfrischenden Dusche geht es nach Kamuli, wo wir die nächsten Tage verbringen werden. Bitte verzeiht, wenn das Tagebuch hier kurzzeitig nicht fortgeführt wird, da wir in Kamuli voraussichtlich kein Internet haben. Wir holen aber selbstverständlich alles nach.

 

07. Dezember 2018

Heute sind wir den Vormittag über wieder bei den Mädchen und lernen die weiteren Schritte bei der Herstellung der gemalten Karten. Auch dürfen wir uns weitere individuelle Ketten, Armbänder und Ohrringe aus den Papierperlen zusammenstellen. Mario hilft derweil in der Küche. Er will unbedingt das Rezept für die Bohnen haben.

Am Nachmittag fahren wir ins Zentrum von Jinja. Alle sind begeistert von der Vielfalt an Obst, Gemüse, Gewürzen, Fleisch und Fisch auf dem Central Market. Da gerade Saison für Heuschrecken ist, durfte natürlich der Snack für unterwegs nicht fehlen….gegrillte Heuschrecken frisch vom Markt. Auch das obligatorische Souvenir-Shopping musste natürlich sein. Am Abend gab es dann typisches Street-Food aus Uganda. Rolex. Ein leicht gesalzener dicker Pfannekuchen – hier Chapati genannt – darauf ein Omelett mit Tomaten, Zwiebeln und Paprika. Beides wird dann zusammengerollt. Lecker  😛 

 

06. Dezember 2018

Heute besuchen wir die Mädchen das erste mal in ihrem neuen Heim in Wakikoola. Wir sind begeistert, wie schön der Neubau des Wohnhauses geworden ist und dass auch schon das zweite Stockwerk bezogen werden konnte. Die angrenzende Schule wird zwischenzeitlich von mehr als 340 Schülern besucht. Auch ein Essplatz steht direkt vor dem Küchengebäude zur Verfügung. Aufgrund der ungeplant höheren Anzahl an Schülern wird das als Nähzimmer geplante Gebäude aktuell ebenfalls als Klassenzimmer genutzt. Sogar ein Spielplatz für die Schüler der Nursery School steht zur Verfügung.

Nach dem Rundgang zeigen uns Daniel und Amos, wie man die gemalten Karten herstellt. Wir dürfen uns selbst künstlerisch betätigen. Mario lässt es sich nicht nehmen und hilft bei der finalen Zubereitung der von ihm inzwischen so heißgeliebten Bohnen zu unterstützen. Anschließend helfen er und Gabi bei der Verteilung des Essens an alle Mädchen und den Betreuern/innen.

Am Nachmittag bekommen wir noch eine Erklärung, wie man die für Uganda bekannten Paper Beads (Papierperlen) herstellt. Jeder darf sich sein individuelles Armband, Kette oder Ohrringe in Gemeinschaftsarbeit mit den Kindern zusammenstellen. 

 

05. Dezember 2018

Wir wurden als Ehrengäste zum Open-Speech-Day nach Kamuli eingeladen. Zunächst zeigen wir dem Team die neuen Wohnhäuser der Kinder. Da die Vorbereitungen der Feierlichkeiten noch laufen, dürfen wir zunächst nicht zur Schule. Daher spielen wir mit den Kindern. Besonderen Spaß haben die Kinder daran, die langen Beine von Mario als Rutsche zu benutzen.

Nach fast zwei Stunden werden wir mit dem Auto zur Schule gefahren, wo wir bereits von der Schulleiterin, einer Tanzgruppe und vielen Gästen erwartet werden. Wir folgen der Tanzgruppe bis vor die Schule. Die Leiterin der Schule hält eine kurze Ansprache und überrascht uns mit der Ankündigung, dass wir heute die Schule ganz offiziell eröffnen dürfen, obwohl die Schule bereits im Februar 2018 gestartet ist. Gemeinsam schneiden wir das Band nach einem kleinen Countdown durch. Wir fühlen uns alle sehr geehrt.

Doch die nächste Überraschung lässt nicht lange auf sich warten. Am Eingangsbereich der Schule befindet sich ein Schild, welches verdeckt wurde. Wir werden gebeten, dieses Schild aufzudecken. Als wir realisieren, was dort steht, sind wir alle tief gerührt und uns stehen die Tränen in den Augen. Dort wird Henkel und Peace’s Hope e.V. als Sponsor für die Schule genannt.

Nach einem kleinen Rundgang durch die Schule werden wir zum Festplatz geführt. Da wir die Ehrengäste sind, müssen wir auf uns auf die Ehrenplätze setzen. Es wird ein wunderschönes Programm mit einer bunten Mischung aus Tanz, Gesang und Reden aufgeführt. Selbstverständlich müssen auch wir mittanzen und ein paar Worte an die Gäste richten.

Eine weitere Ehre wird uns zuteil, als wir gebeten werden, den Absolventen des 1. Schuljahres das Abschlusszertifikat zu überreichen. Die Feier endet mit einem leckeren Essen, bevor wir uns wieder auf den Weg Richtung Jinja gemacht haben.

 

04. Dezember 2018

Heute dürfen wir erst einmal ausschlafen. Dann sortieren wir die Spendenkoffer. Nach dem Mittagessen gehen wir ins Sonrise Babies Home. Die Wiedersehensfreude ist groß, auch wenn die meisten Baby’s noch schlafen. Auntie Peace freut sich sehr über das T-Shirt mit ihrem Bild. So nach und nach wachen die Kleinen auf und der Raum füllt sich immer mehr. Es macht allen viel Spaß mit den Baby’s zu spielen. Damali gibt uns Farben, mit denen wir die Gesichter der Kleinen bemalen. Natürlich bleibt es nicht nur bei den Kindern. Ein schöner erster Tag neigt sich dem Ende zu mit einem leckeren Abendessen.

 

03. Dezember 2018

In den frühen Morgenstunden und mit einer Stunde Verspätung landen wir in Entebbe. Nach der Erfahrung vom letzten Jahr beginnt erst einmal das große Bangen, ob alle Koffer das Ziel ebenfalls erreicht haben. Große Erleichterung, als alle Koffer vor uns stehen. Wir fahren vom Flughafen zunächst ins Hotel Sunset Entebbe, um Heidi abzuholen. Nun ist das Team für die ersten Tage komplett.

Vom Hotel geht es direkt nach Kampala, wo wir nach einem kräftigenden Frühstück mit dem Einkauf der Weihnachtsgeschenke für die 151 Kinder der Sonrise Ministries und Betreuer/innen beginnen. Wir kaufen jede Menge Geschenke, Lebensmittel, Hygieneartikel und dringend benötigte Haushaltsgegenstände ein. Am Abend quälen wir uns dann stundenlang durch den Feierabendverkehr Kampala’s Richtung Jinja. Erst nach Mitternacht kommen wir am Gästehaus an. Nach mehr als 40 Stunden ohne Schlaf fallen wir übermüdet ins Bett.

 

02. Dezember 2018

Endlich geht es los  🙂 Nach langer Vorbereitungszeit machen sich fünf von uns auf den Weg nach Uganda. Heidi fliegt von Paris sowie Mario, Nina, Sarah und Gabi von Düsseldorf aus. Heidi erreicht Entebbe noch am gleichen Abend und verbringt eine Nacht im Hotel. Die anderen vier haben einen Nachtflug vor sich. Bis auf ein wenig Verspätung in Istanbul verläuft alles glatt.